Beschichten ist unsere Leidenschaft

Seit über 50 Jahren werden bei CMC Klebetechnik Folien (Gewebe, Vliese) im Rolle-zu-Rolle Verfahren beschichtet. Schon immer haben wir aufmerksam zugehört, was unsere Kunden tatsächlich benötigen. Dieses Wissen und diese Erfahrung nutzen wir heute, um auch in Sachen Lohnbeschichtungen Ihr kompetenter Partner zu sein.

Auf zwei modernen Folien-Beschichtungsanlagen bringen wir mit Geschwindigkeiten von 4 m/min bis 50 m/min auf bis zu 1.900mm Breite Funktionalisierungen auf Folien und Gewebe auf. Die Beschichtungsanlagen werden ergänzt durch etliche Schneid- und Stanzanlagen.

Für hochwertige Beschichtungen und bei hohen Auftragsmengen nutzt man eher die minimal möglichen Geschwindigkeiten. Für unproblematischere Produkte und geringe Auftragsmengen hingegen kann man mit höheren Geschwindigkeiten beschichten. Diese hohe Flexibilität ermöglicht es CMC, kleine und große Projekte wirtschaftlich handhaben zu können. Ausserdem ist der Einrichtaufwand und Einfahrverlust dadurch gering.
Folienbeschichtungen werden jedoch nicht nur für eigene Produkte durchgeführt, sondern beschichtete Folien werden auch im Lohn gefertigt (Lohnfertigung). Dabei kann der Kunde entweder die Folie, die Beschichtungsmasse oder beides beistellen. Die Anlagentechnik inklusiv des Bedienpersonal kann für Beschichtungsversuche auch stundenweise gemietet werden.

 

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Kennzahlen der Beschichtungsanlagen

Auftragsstärke     ca. 8 µm - 80 µm (Sonderfall: auch bis 2000 µm bei 100% Systemen)
Breite     ca. 500 - 1900 mm
Trägerstärke     ca. 6 µm - 500 µm (auch bis 2 mm)
Lösungssystem     auf Lösemittel- oder Dispersionsbasis
Trocknungsart     Heißluft unter Inert-Atmosphäre
    und unter Umgebungsluft
Vorbehandlungs-
möglichkeiten
    Coronavorbehandlung

Wir nehmen unsere Verantwortung für die Umwelt ernst: Alle unsere Lösemittel werden entweder zurück gewonnen (Extraktion durch Tiefkühlung) oder durch thermische Oxydation (RNV) abgebaut.

Unsere Anlagen sind technisch darauf ausgelegt, in einem weiten Massenauftragsbereich arbeiten zu können und mit einer großen Vielfalt an Trägermaterialien und Lösemittelsystemen zurecht zu kommen. Unsere systematische Vorgehensweise sichert bei der Entwicklung und Fertigung eine professionelle, flexible und zielorientierte Arbeit - zu Ihrem Nutzen.

Wenn Sie ein Produkt benötigen, das nicht „von der Stange“ erhältlich ist, rufen Sie uns an – zusammen finden wir eine Lösung.


Projektablauf bei einer kundenspezifischen Beschichtung / Lohnausrüstungen

Anhand einer typischen kundenspezifischen Entwicklung kann man am besten die Möglichkeiten der CMC Klebetechnik kennen lernen:

Der Entwicklungsprozess bei CMC durchläuft drei standardisierte Schritte:

  • Laborentwicklung, Handmuster
  • Laborbeschichtung auf unserem Pilotcoater (Laborbeschichtungsanlage, Ramp-up)
  • Fertigung auf unseren Produktionsanlagen (Folienbeschichtung)

 

1. Laborentwicklung

Es ist gleichgültig, ob Sie bereits eine fertige Rezeptur haben, uns die Beschichtungsmasse zur Verfügung stellen oder ob wir gemeinsam eine ganz neue Kombination aus Träger und Beschichtung entwickeln: Wir wählen die passende Beschichtungsmethode, um Ihre konkreten Anforderungen zu erfüllen!

Dabei ist ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil, dass die CMC Klebetechnik über eine eigene Entwicklungsabteilung verfügt. Unsere Chemieingenieure sind erfahrene Entwickler für Lösemittel- und Dispersionsbeschichtungen. Sie können bereits im Labor die Formulierung der Beschichtung so einstellen, dass sie möglichst genau Ihren Anforderungen entspricht. Das Labor ist dazu mit einer großen Anzahl unterschiedlicher Messeinrichtungen ausgerüstet. So ermöglicht zum Beispiel eine Klimakammer mit UV-Lampen die Simulation von Outdoor-Belastungen, Brennkammern den Test der Brennbarkeit und SAFT-Tester die Ermittlung der Scherfestigkeit des Klebers unter Temperaturbelastung.

Nachdem die Rezeptur festgelegt wurde, werden Labormuster angefertigt. Dazu stehen verschiedene Möglichkeiten zu Verfügung, um Schichten zwischen wenigen Mikrometern bis ca. zwei Millimetern aufzutragen. Anhand dieser Muster kann man zum Beispiel die gleichmäßige Verteilung der Beschichtungsmasse prüfen oder die Verankerung der Beschichtung auf der Basisfolie messen.

Diese Materialproben können sehr schnell durch Eingriffe in die Rezeptur modifiziert werden.
Passen die ermittelten Werte, geht es zum nächsten Entwicklungsschritt: der Laborbeschichtungsanlage.

2. Laborbeschichtung

Sobald die Rezeptur festgelegt wurde, können Versuche am Pilotcoater (Laborbeschichtungsanlage) durchgeführt werden. Diese Beschichtungsanlage „en miniature“ erlaubt Beschichtungen sehr nah an den Verhältnissen in den Serienproduktionsanlagen. Auf diese Weise können rasch Versuche mit wechselnden Einstellungen durchgeführt werden. Sie erlauben eine Feinabstimmung in der Rezeptur für die spätere Serienproduktion.

Dadurch ist es möglich, auch kleine Nullserien-Muster herzustellen, mit denen Sie als Kunde bereits erste Tests durchführen können. Für diese ersten Versuche wird nicht viel Material benötigt. Bereits mit 10 m Material können Muster auf dem Laborcoater hergestellt werden.

Vorversuche am Laborcoater minimieren die beim Scale-up auf die Produktionsanlage dann viel aufwändigeren Änderungen.

Formulierung und Prototyping sowie Laborbeschichtung können bei Bedarf sehr schnell durchgeführt werden. Dadurch konnten Kunden Teilbereiche ihrer Entwicklung zur CMC Klebetechnik ausgelagert. Unsere Entwickler freuen sich darauf, mit Ihnen zusammen Next-Generation-Beschichtungen zu realisieren.

3. Versuchsbeschichtung auf der Produktionsanlage

Sind die Versuche auf der Laborbeschichtungsanlage erfolgreich, erfolgt der Schritt zu den seriennahen Produktionsversuchen auf den Hauptbeschichtungsanlagen. Bei beiden Anlagen wird das zu beschichtende Material mit der Corona-Technik vorbehandelt. Dadurch verbessert sich die Benetzung und Verankerung der Beschichtungsmasse auf dem Träger.

Eine automatisierte Bahnspannungssteuerung hält in einem weiten Bereich die Transportkräfte auf konstantem Niveau. Dadurch können Trägermaterialien zwischen wenigen Mikrometern bis einigen Millimetern Dicke beschichtet werden.

Eine Kaschierstation an beiden Beschichtungsanlagen ermöglicht inline die Lamination des beschichteten Materials mit einer weiteren Folie oder Gewebe beziehungsweise einer silikonisierten Abdeckung.

Während der Produktion wird die Qualität der produzierten Ware computergestützt überwacht.
Im Labor werden standardisierte oder mit dem Kunden abgestimmte Prüfungen an jeder produzierten Jumborolle durchgeführt und dokumentiert.

Nach drei mit unveränderten Parametern durchgeführten Probebeschichtungen beginnt üblicherweise dann die Serienfertigung.